Baby Bauchschmerzen


Hilfe gegen Blähungen, Verstopfungen und Bauchschmerzen

Baby Bauchschmerzen: Gerade in den ersten paar Wochen und Monaten leiden Neugeborene häufig unter Bauchschmerzen, Blähungen oder Verstopfungen. Oft äußert der neue Erdenbürger sein durch die Schmerzen hervorgerufenes Unwohlbefinden durch stundenlanges Dauergebrüll, das viele Eltern schier gar verzweifeln lässt. Vor allem das Gefühl der Hilflosigkeit kennen wohl alle frischgebackenen Mütter und Väter ziemlich gut, wollen sie dem Baby schließlich gerne helfen, doch scheint keine Maßnahme die richtige sein zu wollen.

Baby Bauchschmerzen

Zunächst sollte herausgefunden werden, woher die Bauschmerzen des Babys rühren. Schmerzende Blähungen lassen sich ziemlich einfach daran erkennen, dass das Baby die Beine anzieht und der Bauch von Luft gewölbt ist. Verstopfungen hingegen äußern sich durch einen verhärteten Bauchbereich sowie eine unzureichende Menge an Stuhlgängen. Um dies verlässlich beurteilen zu können, sollten junge Eltern jedoch wissen, dass ab der ersten Woche bis zum ersten Lebensjahr ein bis vier Stühle pro Tag normal sind.

Erste Hilfe bei Blähungen, die Baby Bauchschmerzen verursachen

Schreit das Baby nun wie oben beschrieben mit angezogenen Beinen und der Bauch des Kindes ist gebläht, gilt es zunächst ruhig zu bleiben und das Kind liebevoll aufzunehmen. Wirken Vater oder Mutter nämlich gestresst, wird die Nervosität und Anspannung unmittelbar auf das Baby übertragen. Vielen von Blähungen gequälten Babys hilft es bereits, wenn sie eine Weile im Fliegergriff umhergetragen werden. Hierfür wird das Kind einfach mit dem Bauch nach unten auf den Unterarm von Mama oder Papa gelegt, so dass die Beinchen nach unten hängen. Oft fällt es den Babys in dieser Position besonders leicht, ihren Blähungen freien Lauf zu lassen, was du schnell bemerken wirst. Zeigt auch der Fliegergriff keine Wirkungen, kann eine sanfte Massage des Babybauchs die Blähungen des Kindes lindern. Idealerweise besorgst du dir zu diesem Zweck Kümmel- oder Windöl aus der Apotheke, das durch die Haut wirkt und Blähungen lindert. Die Massage des schmerzenden Babybauchs sollte mit etwas Öl und sehr sanft im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel herum erfolgen. Ideal ist es natürlich, wenn du deinem Baby regelmäßig Fencheltee zu trinken gibst, der wirkungsvoll gegen Blähungen ist und zudem auch vorbeugend hilft. Wenn das Kind trotz aller Bemühungen immer noch schreit, hilft es gut, den Sprössling warm anzuziehen, in den Kinderwagen zu packen und einfach eine Runde spazieren zu gehen.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Blähungen

Bei gestillten Babys rühren Blähungen oft auf einer falschen Ernährung der Mutter. So sollte während der Stillzeit der Genuss von Müsli, Ei, Fisch, Vollkornprodukten sowie Kuhmilchprodukten möglichst unterlassen werden. Wichtig ist es außerdem, sich für das Stillen möglichst viel Zeit und Ruhe zu gönnen, da das Baby andernfalls zu viel Luft schlucken könnte. Dieser Grundsatz gilt übrigens auch für Babys, die nicht gestillt werden, sondern die Flasche bekommen. Hier können allerdings gute Sauger mit speziellen Technologien, die das Aufnehmen von zu viel Luft verhindern, Abhilfe schaffen. Auch nach der Mahlzeit sollte genügend Zeit verbleiben, um das Baby hochzunehmen, sanft auf den Rücken zu klopfen und es aufstoßen zu lassen. Hilfreich kann es außerdem sein, die Gabe der täglichen D-Flourette auf den Morgen zu legen, da diese abends zu Blähungen führen können. Außerdem solltest du darauf achten, dass dein Baby über den Tag verteilt ausreichend zu trinken bekommt. Hier empfiehlt es sich, auf den gegen Blähungen überaus wirksamen Fencheltee zurückzugreifen.

Erste Hilfe bei Verstopfungen

Gerade im ersten Lebensjahr leiden gut 10 Prozent der Babys unter hartnäckigen Verstopfungen. Der Bauch ist bretthart und die Babys schreien vor Schmerzen. In diesem Fall hilft es gut, wenn du dein Baby ausziehst und auf den warmen Wickelplatz vor dir legst. Nun greifst du nach den Beinchen und machst leichte, nicht zu feste Kreisbewegungen. Oft erledigt sich der Stuhlgang dann unmittelbar auf dem Wickeltisch, weshalb eine saugfähige Unterlage eine gute Empfehlung ist. Sollte auch diese Maßnahme das Baby nicht erleichtern, kannst du etwas Babyöl auf deinen Zeigefinger geben und die Rosette mit sehr sanften, im Uhrzeigersinn kreisenden Bewegungen massieren. Natürlich kann du auch die Spitze des Fieberthermometers gut einölen und sehr vorsichtig in den After einführen. Mit kleinen kreisenden Bewegungen wird der Stuhlgang angeregt. Dieser kleine Impuls reicht erfahrungsgemäß aus. Erst wenn alle diese natürlichen Hausmittel nicht greifen, ist es an der Zeit, mit dem Baby einen Kinderarzt aufzusuchen. Nicht empfehlenswert hingegen ist es auf eigene Faust in der Apotheke ein Mittel gegen Verstopfungen zu besorgen.

Vorbeugende Maßnahmen bei Verstopfungen

Bei regelmäßig wiederkehrenden Verstopfungen reicht es in der Regel schon aus, die Trinkmenge des Kindes zu erhöhen sowie für ein größeres Maß an Bewegung zu sorgen. Dies geht bei dem natürlich angeborenen Bewegungsdrang der Babys relativ einfach: In Rückenlage strampeln die Babys erfahrungsgemäß sehr gerne und bekommen auf diese Weise gleich kräftige Bauchmuskeln, was sich auf den später einsetzenden Prozess des Krabbelns positiv auswirkt. Natürlich solltest du auch einen prüfenden Blick auf die Ernährung deines Kindes werfen, denn oft deuten Verstopfungen auf einen Mangel an Ballaststoffen in der Nahrung hin. Allerdings kann es bei Kindern mit einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt oft schon durch die Gabe der ersten Beikost wie Bananen oder Karotten zu Verstopfungen kommen. Ist das Baby bereits ein halbes Jahr alt, kann sich die Gabe von Milchzucker positiv auf die Verdauung auswirken. Allerdings gilt hierbei zu beachten, dass sowohl in der Muttermilch als auch in der speziellen Säuglingsnahrung bereits Milchzucker enthalten ist, weshalb sich die Gabe von Milchzucker in den ersten sechs Monaten nicht empfiehlt. Ab dem zweiten Lebenshalbjahr kannst du aber unbedenklich pro Tag einen Teelöffel Milchzucker geben. Die Gabe kann dann in den darauffolgenden Tagen jeweils um einen Teelöffel erhöht werden, bis sich ein positives Ergebnis auf das Verdauungssystem einstellt. Manche Mütter schwören auf die Gabe von natürlichen Schüßler-Salzen gegen Verstopfungen. Das Basis Schüßler-Salz gegen Verstopfungen nennt sich Natrium sulfuricum D6 (Nummer 10) und kann bei chronischen Verstopfungen sehr gut mit Silicea D6 (Nummer 11) im Wechsel gegeben werden.

Wann solltest du mit deinem Baby bei Bauchschmerzen zum Arzt?

Fruchten alle die oben beschriebenen Maßnahmen nicht und dein Baby leidet über einen längeren Zeitraum an akuten Schmerzen, Verstopfungen und Blähungen, solltest du nicht zögern und mit deinem Kind unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wenn es auch nur sehr selten der Fall ist, können gelegentlich eben doch organische Ursachen der Grund für die Schmerzen sein.




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