Babyschwimmen


Babyschwimmen fördert die Entwicklung des Kindes und stärkt das Immunsystem, auch kann das Baby im tragenden Wasser Bewegungen machen, wie es im Trockenen sonst nicht möglich wäre. Wenn du mit deinem Kind einen Babyschwimmkurs machen möchtest, triffst du damit eine gute Entscheidung. Schon vom dritten Lebensmonat an ist es möglich, am Babyschwimmen teilzunehmen – und begleitet mit Liedern und kleinen Spielen in der Gruppe wird es zu einem großen Spaß für alle Beteiligten.

Babyschwimmen

Babyschwimmen ist gesund und fördert die Entwicklung des Kindes

Es ist erwiesen, dass Babyschwimmen sehr vorteilhaft auf eine gesunde, positive Entwicklung des Kindes wirkt. Babyschwimmkurse werden in jeder größeren Ortschaft angeboten und finden im örtlichen Hallenbad statt. Volkshochschulen, Vereine oder die Betreiber des Schwimmbades bieten entsprechende Kurse an, die in der Regel zwischen fünf und zehn Euro je Kursstunde kosten. Die Leitung obliegt pädagogisch geschultem Personal, das die Bedürfnisse der Babys und Kleinkinder genau kennt und daher auch nur solche spielerischen Übungen durchführen wird, die den Babys gut tun und förderlich sind. Gerade in den ersten sechs Lebensmonaten lernen die Kleinen wie nebenbei, ihre Bewegungen besser zu koordinieren. Auch wird der Gleichgewichtssinn geschult und Babyschwimmen wirkt sich auf die gesamte Motorik sehr günstig aus. Die lebhafte Bewegung im Wasser regt die Durchblutung an und hat einen positiven Effekt auf den Kreislauf. Damit sich die Babys im Schwimmbad wohlfühlen und sich nicht erkälten, sollte das Wasser eine Temperatur von 32 oder 33 Grad Celsius haben.

Babyschwimmen im Team mit Kursleiter und Eltern

Babyschwimmen hat aber nicht nur einen Lerneffekt, sondern bedeutet in der Gruppe und unter einfühlsamer, kindgerechter Leitung einen großen Spaß für alle. Die Leiterin oder der Leiter werden die Babys zunächst langsam an das ungewohnte Umfeld heranführen, auch damit sich alle langsam gegenseitig kennen lernen. Lieder, wie sie aus der Krabbelgruppe bekannt sind, werden die Babys bald wiedererkennen, auch wenn sie selbst natürlich noch nicht mitsingen können. Immer wiederkehrenden Rituale, wie Begrüßung, Spiele, Lieder, die am Anfang und zum Verabschieden gesungen und mit Bewegungen untermalt werden, sind ein wichtiger Bestandteil bei jedem Kursabschnitt.

Praktische Vorbereitung auf das Babyschwimmen

Wie jeder Ausflug mit dem Baby ist auch die Fahrt zum Hallenbad mit ein paar Vorbereitungen verbunden. Wickelsachen und eine Mahlzeit, falls dein Baby um die Zeit sonst immer gestillt wird, ein Fläschchen, Tee oder Früchtebrei bekommt, sollten in die Wickeltasche gepackt werden. Auch genügend Kleidung zum Umziehen sollte dabei sein. Wenn es keinen Wickelraum im Hallenbad gibt, dann genügt eine Wickelunterlage für die Bänke, die es in der Regel in der Schwimmhalle gibt. Daher ist es auch ganz praktisch, wenn die Babyutensilien mit ins Schwimmbad genommen werden, so dass du jederzeit mit deinem Baby aus dem Wasser gehen und es versorgen kannst. Seine gewohnten Utensilien wie Lieblingsschnuller oder Spielzeug sollten auch immer mit dabei sein.

Ein paar Gründe, nicht am Babyschwimmen teilzunehmen

Wenn dein Kind sich partout im Wasser nicht wohlfühlt, solltest du es nicht zwingen, regelmäßig mit dir ins Babyschwimmen zu gehen. Viele Vereine bieten auch Schnupperkurse an, so dass du erst in Ruhe testen kannst, ob ein Babyschwimmkurs wirklich schon das Richtige für dein Kind ist. Und – was nicht ist, kann noch werden – wenn du ein paar Wochen später noch einmal einen Versuch unternimmst, kann es schon ganz anders aussehen. Aber es gibt auch gewichtige Gründe, die eine Teilnahme am Babyschwimmen grundsätzlich ausschließen:

  • Wenn dein Baby erkältet ist, Fieber hat oder sich Unwohlsein bemerkbar macht, dessen Ursache nicht ersichtlich ist: Dann ist ein Gang zum Kinderarzt unumgänglich.
  • Leidet dein Kind unter einer angeborenen Hautkrankheit wie beispielsweise Neurodermitis, ist eine vorherige Absprache mit dem Kinderarzt über Babyschwimmen notwendig.
  • Wenn dein Kind an einer Allergie gegen Chlor leidet, solltest du auch vorher den Rat des Kinderarztes einholen.
  • Besonders zart gebaute Kinder sollten nicht zu früh zum Babyschwimmen gehen.

Pflegetipps und Haltetechniken im Wasser und beim Tauchen

Keine Angst vor Chlor – es muss im Schwimmwasser enthalten sein, um die Ausbreitung schädlicher Keime zu verhindern. Dennoch sind kleine Vorsichtsmaßnahmen für dein Baby und dich empfehlenswert, die keinen großen Aufwand erzeugen und zum Ritual des Schwimmbadbesuches dazugehören. Deshalb ist es empfehlenswert, vor Beginn des Schwimmkurses und danach zu duschen und die Haut gründlich einzucremen. Nach jeder Kursstunde ist Wärme das Wichtigste, deshalb sollte immer ein trockenes, großes Badetuch griffbereit liegen, in das du dein Baby kuschelig einwickeln kannst. Du kannst auch ein Ersatzhandtuch mitnehmen, um ganz sicher zu gehen, falls das Badetuch nassgespritzt wird. Beim Verlassen des Hallenbades sollte dein Baby gut eingepackt sein und auf jeden Fall ein Mützchen tragen, da die Haut nie gleich ganz vollständig trocken ist und so das Erkältungsrisiko steigen würde.

Wie du dein Kind die ganze Zeit über im Wasser richtig festhältst, darüber gibt der Kursleiter eine anschauliche, ausführliche Anleitung. Oft bleibt es nicht beim theoretischen Erklären und der oder die Leiterin nimmt ein Baby aus der Gruppe und führt den Müttern und Eltern vor, wie das Kind sicher gehalten wird. Zu den sichersten Haltegriffen zählen der Armtragegriff, der Achselgriff in Bauch- oder Rückenlage und der so genannte Badewannengriff. Mit dem richtigen Haltegriff vermittelst du ein Sicherheitsgefühl bei deinem Kind und vermeidest unnötige Schreckmomente, das die weitere Teilnahme am Babyschwimmen erschweren könnte.

Es gibt verschiedene Grifftechniken. Mal werden die Kinder an der Wasseroberfläche langsam im Kreis gezogen oder, je nach Kursprogramm, geschaukelt oder getragen. Mit wasserfesten Spielutensilien schaffen die Kursleiter eine abwechslungsreiche Gestaltung, die die unterschiedlichsten Sinne deines Kindes stimulieren. Wichtig bei allen Aktivitäten ist es, dass dein Baby kein Wasser schluckt. An Tauchübungen wird der Kursleiter zunächst langsam heranführen. Meist lassen die Eltern dazu ein wenig Wasser über das Kind laufen, um es behutsam an das Gefühl zu gewöhnen, und wenn dein Baby sich dabei wohlfühlt, kannst du auch bald Wasser über das Köpfchen laufen lassen. Erst dann wird mit leichtem Tauchen begonnen, das aber nicht mehr als ein sanftes Absenken auf die haltenden Hände von Mama oder Papa bedeutet.

Wenn du dein Baby im Wasser hältst, sollten seine Schultern stets mit Wasser bedeckt sein, damit es sich so wohlfühlen kann wie während der Schwangerschaft in deinem Bauch. Die tragende Eigenschaft des Wassers unterstützt dieses positive Gefühl. Die meiste Zeit des Kurses sind Eltern und Kinder im Nichtschwimmerbecken. So kannst du, um möglichst auf Augenhöhe mit deinem Kind zu sein, immer wieder in die Knie gehen. Ins Schwimmerbecken gehen Kursteilnehmer in der Regel erst, wenn die Kinder schon dem Babyalter entwachsen sind.





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