Babykleidung

Materialien für Babykleidung

In einem sind sich alle werdenden Mütter einig: An zarte Babyhaut sollen nur weiche und garantiert toxinfreie Materialien kommen. Über andere Punkte entbrennen gelegentlich Diskussionen: Muss es unbedingt Bio-Baumwolle sein? Darf bunt Gefärbtes an Babys zarte Haut? Angesichts zahlloser zu erwartender Waschgänge: Welche Materialien überleben Spinat- und Möhrenflecke, welche empfehlen sich trotz guter Trage-Eigenschaften nicht?

Materialien Babykleidung

Woll- und Baumwollkleidung

Mütter, die in den Fünfzigern Kinder waren, wissen um kratzende Wollhosen und Pullover. Heutzutage nimmt man deswegen keine reine Schafwolle mehr, sondern weichere Mohair- oder Merinowolle. Die wärmende Eigenschaft ist genauso bemerkenswert wie die automatische Temperaturregelung, die Wolle zu eigen ist. Zudem nimmt Wollkleidung viel Feuchtigkeit auf und gibt sie ab, ohne sich klamm anzufühlen. Eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft der Wolle ist, dass sie viel Luft in ihren Maschen speichern kann und damit ein gutes Wärmerückhaltevermögen besitzt. Zugleich ist sie luftig. Man hängt wollene Oberbekleidung für Babys zum Lüften in den Wind statt sie nach jedem Tragen zu waschen. Eine gewisse Selbstreinigung ist bei Wolle typisch. Niemals sollte man getragene Baby-Wollsachen zurück in den Kleiderschrank legen – der Motten wegen. In den Pflegeeigenschaften ist Wolle anspruchsvoller als Baumwolle und neigt zum Pilling. Das spricht aber nicht gegen sie. Moderne Waschprogramme erleichtern das Waschen heute beträchtlich. Wöllernes trägt das Baby immer als obere Kleidungsschicht, denn für die unteren Schichten eignen sich trotz geringerer Wasseraufnahmefähigkeit und geringerer Wärmekapazitäten Baumwoll-Kleidungsstücke am besten. Alles, was direkten Hautkontakt hat, besteht aus Baumwolle. Dass diese nicht pestizidbelastet oder mit toxischen Färbestoffen versetzt sein sollte, versteht sich von selbst. Dieses strapazierfähige Material ist ideal in den Wasch- und Trageeigenschaften. Die hautsympathische Baumwolle verfilzt nicht, neigt aber gelegentlich zum Einlaufen oder Verziehen.

Seide, Leinen und andere Fasern

Seidenhemdchen sind in den Trageeigenschaften der Baumwollwäsche überlegen. Seide ist ein fester, weicher Stoff mit besten Wärmeeigenschaften, der im Sommer zugleich luftig-leicht ist. Außerdem nimmt Seide relativ viel Feuchtigkeit auf. Für Babykleidung eignet sie sich dennoch nicht so gut. Bei den Pflegeeigenschaften mangelt es an den Steher-Qualitäten der Baumwolle. Flecken verzeiht Seide nicht leicht, Gerüche noch weniger. Nimmt man dann noch das Preisargument in Augenschein, ist die Sache klar: Baumwolle trägt den Sieg davon. Kühlendes Leinen lieben die Menschen vor allem im Sommer. Dieses Material nimmt Feuchtigkeit gut auf und gibt sie auch wieder ab. Wie bei Wolle auch, sind Bakterien von Natur aus nicht gerne in Leinenstoffen zu Hause. Die Wascheigenschaften von Leinen sind gut, aber leider knittert der Stoff stark. Ohne Bügeln geht nichts – und Reibung mag Leinen auch nicht. Als Krabbelhose ungeeignet, als Baby-Hemdchen oder Jacke jedoch ideal. Insbesondere sommerliche Babymode bedient sich gerne der Leinenfaser. Alle genannten Materialien kann man um besserer Haltbarkeit wegen mit Synthetik- oder Elastikfasern versetzen. Gegen kleine Anteile solcher Fasern ist im Krabbelalter absolut nichts zu sagen.

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