Babybrei


Baby Brei – ab wann braucht ein Baby mehr als Milch?

In den ersten Monaten ist ein Baby mit Muttermilch oder Fertigmilch bestens versorgt. Sie enthält alles, was das Kind für Wachstum und eine gute Entwicklung braucht. Das Baby ist allein mit der Gabe von Milch satt und zufrieden. Aber wann ist es nun an der Zeit dem Baby seinen ersten Brei zu kochen? Diese Antwort gibt das Baby meistens selbst. Manche Kinder brauchen schon ab dem vierten Lebensmonat etwas mehr als Milch, anderen reicht diese bis zum siebten Monat völlig aus. Wenn Du das Gefühl hast, Dein Kind wird nicht mehr richtig satt, dann probiere es doch einfach mal mit einem leckeren Möhrenbrei. Hierzu kochst Du ein paar Möhren und pürierst diese mit etwas abgekochtem Wasser und etwa zwei Teelöffel Rapsöl. Möhrenbrei schmeckt ein bisschen süßlich und fast alle Kinder lieben diesen Geschmack. Um die Umstellung von Trinken auf Löffeln zu erleichtern, kannst Du den ersten Brei sehr dünn machen und nach und nach immer etwas weniger Wasser hinzufügen. Verträgt Dein Kind den Brei gut, kannst Du nach einigen Tagen noch eine Kartoffel mit in den Brei geben, das macht ihn gehaltvoller und er sättigt somit länger. Auch Fleisch und Fisch kannst Du Deinem Kind ab dem sechsten Monat fein püriert geben, denn es benötigt Eisen für seine Entwicklung. Wenn Du Dein Kind vegetarisch ernähren möchtest, dann gib ihm eisenhaltige Getreideflocken, wie zum Beispiel Haferflocken, anstelle von Fleisch in seinen Brei. Etwa einen Monat nach dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei kannst Du die Ernährung Deines Kindes mit weiteren leckeren Brei-Varianten ergänzen: einem Brei aus Getreide und Obst oder auch aus Getreide, Obst und Milch. Dein Kind bekommt hierüber wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Ersetze nach und nach die Fläschchen durch Breimahlzeiten, ab dem zehnten Monat kann das Kind zunehmend an den Familienmahlzeiten teilnehmen.

Was ist bei der Umstellung auf Breimahlzeiten zu beachten?

Dein Kind hat in den ersten Monaten seines Lebens nur Muttermilch oder Fertigmilch bekommen. Mit der Einführung von Brei wird sein Verdauungstrakt vor eine ganz neue Aufgabe gestellt. Es ist daher am besten, wenn die erste Breimahlzeit nicht gleich aus Gemüse, Kartoffeln und Fleisch besteht. Fange mit einem Brei aus Möhren an und beobachte, wie Dein Kind die Nahrungsumstellung verträgt. Da sich das erst nach ein paar Tagen beurteilen lässt, gebe Deinem Kind ruhig mehrere Tage lang nur Möhrenbrei und die gewohnte Milch. Keine Sorge, Deinem Kind wird nicht langweilig. Der Möhrenbrei stellt eine tolle Abwechslung zu seinen Milchmahlzeiten dar. Nach und nach solltest Du dann Kartoffeln, andere Gemüsesorten, Obst und Getreide dazu nehmen. So findest Du heraus, was Deinem Nachwuchs schmeckt und wie sein Körper darauf reagiert. Oft beobachtet man zum Beispiel, dass Kinder von Möhren und Bananen Verstopfung bekommen, Pflaumenmus und Brei aus Birnen oder auch Fruchtsäfte hingegen machen den Stuhl meist weicher. Wenn Du die Zusammenhänge zwischen dem Essen Deines Kindes und seiner Verdauung durchschaut hast, dann kannst Du ihm mit ganz natürlichen Mitteln bei Verstopfung und Durchfall helfen. Auch wenn in Deiner Familie viele von Allergien betroffen sind ist es sinnvoll, die einzelnen Lebensmittel nach und nach einzuführen und die Reaktion des Kindes zu beobachten. Auf Kuhmilch, Eier, Weizen, Soja, Nüsse und Fisch kann im ersten Lebensjahr verzichtet werden, wenn allergische Reaktionen zu befürchten sind. Später sollten diese Lebensmittel aber möglichst auf dem Speiseplan jedes Kindes stehen, denn sie enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Beherzige auch die folgenden Tipps und Ratschläge bei der Zubereitung von Babybrei:

  • Die Verwendung von Salz und anderen Gewürzen oder Kräutern ist nicht nötig.
  • Benutze kein Zucker um den Brei zu süßen, Dein Kind soll den natürlichen Geschmack der Lebensmittel kennenlernen.
  • Wenn Du Dein Baby vegetarisch ernähren willst, dann achte auf die Verwendung von eisenhaltigen Getreide- und Gemüsesorten.
  • Honig kann Bakterien enthalten, die für Erwachsene und ältere Kinder völlig unschädlich sind. Für Kinder im ersten Lebensjahr können diese jedoch schwerwiegende gesundheitliche Probleme auslösen und bis zum Tod führen.
  • Reste von frisch zubereitetem Babybrei kann man im Kühlschrank aufbewahren und noch einmal aufwärmen. Bleibt danach noch ein Rest, so entsorge diesen, denn es können sich schädliche Keime bilden, die Dein Kind krankmachen können.
  • Tiefgefrorenen Brei kurz aufkochen. Reste hiervon nicht noch einmal warm machen.
  • Obst mit eine harten Schale, wie Pflaumen und Kirschen, solltest Du vor dem Pürieren kochen, bei weichen Früchten ist das nicht nötig. Diese können roh püriert werden. Natürlich musst Du das Obst vorher gut waschen und vielleicht schälen.
  • Verwende Vollmilch mit 3,5 % Fettgehalt für den Babybrei. Dieses Fett ist ein wichtiger Energielieferant.
  • Unbehandelte Rohmilch und Vorzugsmilch kann Keime enthalten, die für Dein Kind schädlich sein können. Wenn Du Rohmilch für die Zubereitung des Breis nehmen möchtest, dann musst Du diese unbedingt gut abkochen. Alternativ kannst Du frische Vollmilch oder H-Milch aus dem Supermarkt verwenden.

Den Babybrei selber kochen oder Fertigprodukte verwenden?

Als Argument für Brei aus dem Gläschen oder Milchbrei aus der Tüte wird immer wieder gesagt, dass die Zubereitung schneller geht und es für die Mutter die einfachste Möglichkeit einer kindgerechten Ernährung ist. Wenn man aber einmal genau hinsieht, ist das Zubereiten von Babybrei gar nicht sonderlich zeitaufwändig. Natürlich geht es schneller ein Glas aufzuschrauben und den Inhalt in der Mikrowelle zu erwärmen, man sollte aber auch bedenken, das hierbei viele Vitamine kaputt gehen. Eine langsame Erwärmung des Breis im Topf ist schonender und besser. Milchbrei aus der Tüte enthält nur Milchpulver und wird mit Wasser angerührt. Ein Brei aus Vollmilch ist gehaltvoller und sättigt länger. Mütter, die wenig Zeit haben können problemlos eine größere Menge Gemüse und Fleisch kochen und pürieren und diese in kleinen Portionen einfrieren. So ist es nicht nötig jeden Tag frisch zu kochen. Das Kind bekommt eine vitaminreiche gesunde Mahlzeit, die – wie das Gläschen – nur warm gemacht werden muss. Selbstgekochter Brei schmeckt natürlich auch viel besser und ist außerdem günstiger als Fertigprodukte. Es lohnt sich also unbedingt, es einmal mit dem selber kochen zu versuchen. Wenn Du doch einmal zu einem Gläschen greifen möchtest, dann sehe Dir genau die Zutatenliste auf dem Glas an. Je weniger Zusatzstoffe im Brei enthalten sind, desto besser.

Die Zubereitung der verschiedenen Breisorten

Für den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei benötigst Du etwa 100 g Gemüse, 50 g Kartoffeln und 25 g mageres Fleisch oder Fisch. Besonders verträgliche Gemüsesorten sind Möhren, Zucchini, Broccoli und Blumenkohl. Dazu einen Schuss Obstsaft mit viel Vitamin C und einen Kaffeelöffel Rapsöl. Schneide zunächst das Fleisch klein und koche es mit etwas Wasser weich. Nehme das Fleisch aus dem Wasser und püriere es. In der Fleischbrühe kannst Du nun das klein geschnittene Gemüse und die Kartoffeln kochen. Wenn das Gemüse und die Kartoffeln gar sind, gibst Du das pürierte Fleisch und den Obstsaft hinzu und pürierst den Brei noch einmal. Zum Schluss rührst Du das Öl unter den Brei.

Der Getreide-Milch-Obst-Brei wird mit Vollmilch (3,5% Fettgehalt) oder Fertigmilch angerührt. Für eine Portion Brei werden 200 ml Milch aufgekocht. In die Milch gibst Du 20 g Getreideflocken, wie zum Beispiel Grieß oder Haferflocken. Unter den Brei rührst Du dann noch 20g püriertes Obst oder Obstsaft.

Für den milchfreien Getreide-Obst-Brei kochst Du 20g Getreideflocken mit 90 ml Wasser auf. Unter diesen Getreidebrei mischst Du anschließend 100 g Obst oder Saft und ein bisschen Pflanzenöl.

Für den vegetarischen Brei aus Gemüse, Kartoffeln und Getreide putzt Du 100 g Gemüse und 50 g Kartoffeln, schneidest beides klein und kochst es mit etwas Wasser weich. Dann gibst Du 10 g Haferflocken und je 50 ml Wasser und Orangensaft hinzu. Unter den fertigen Brei gibst Du noch ein bisschen Pflanzenöl, zum Beispiel aus Raps.





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