Babymöbel

Babymatratze Test

Mit der Geburt eines Babys beginnt für die Eltern eine neue und aufregende Zeit. Aber auch der kleine Erdenbürger muss sich nach neun Monaten in Mamas Bauch erst auf das Leben „draußen“ umstellen. Durchschnittlich 16 Stunden und mehr schläft ein Säugling anfangs noch – schließlich gibt es so viel zu entdecken und zu lernen. Zwar benötigt dein Baby zunächst noch kein eigenes Zimmer, aber auch bei der Auswahl des Bettchens und dazugehöriger Babymatratze gibt es einiges zu bedenken.

Babymatratze

Beistellbett, Stubenwagen & Co.

In den ersten Wochen sollte das Baby auf jeden Fall im Elternschlafzimmer schlafen. Die körperliche Nähe der Mutter beruhigt das Baby und sorgt für einen sicheren Schlaf. Ob Stubenwagen, Beistellbett oder Schaukelwiege sollte individuell nach den eigenen Bedürfnissen entschieden werden. Ein Beistellbett etwa erleichtert das nächtliche Stillen, da man nicht extra aufstehen muss. Einen Stubenwagen andererseits kann man Dank der Rollen bequem mit in andere Zimmer nehmen. Ob das Elternbett als Schlafplatz sicher ist, ist nach wie vor umstritten. Zwar befürworten Hebammen es häufig, doch aus ärztlicher Sicht sprechen potentielle Gefahren wie beispielsweise eine Überhitzung dagegen.

Plötzlicher Kindstod: Darauf solltest Du achten

Babys schlafen am sichersten in einem Schlafsack auf dem Rücken. In der Bauchlage kann es zu einer Blockade der Atemwege kommen, außerdem atmen sie so die verbrauchte Atemluft in großen Teilen wieder ein. Auch Kordeln, Bändchen oder Kuscheltiere haben nichts in Babys Bett zu suchen. Ein Kissen und Bettdecke werden ebenfalls nicht benötigt, sie könnten nachts versehentlich über das kleine Gesicht gezogen werden. Wenn dein Baby allerdings zu häufigem Spucken neigt, sollte in Absprache mit dem Kinderarzt eine seitliche Schlafposition eingenommen bzw. Babys Kopf leicht erhöht werden. Die optimale Raumtemperatur liegt bei knapp unter 20°C. Die Umgebung sollte außerdem rauchfrei sein.

Babymatratze Test – Welche ist die richtige?

Einen gesunden und guten Schlaf wünschen sich alle Eltern für ihr Baby. Die Auswahl der Matratze für das Babybett ist groß. Baby-Matratzen gibt es mit einem Kern aus folgenden Materialen:

  • Kokosfasern
  • Vlies
  • Naturkautschuk-Latex
  • Polyetherschaum

Eine Matratze aus Kokosfasern hat in der Regel einen Kern aus Kokus, umgeben von vulkanisierter Kautschukmilch und Baumwolle. Obwohl diese Art der Babymatratzen von Öko-Test im Ratgeber Kleinkinder als „sehr gut“ bewertet worden sind, weisen Tests in klinischen Labors auf andere Ergebnisse hin. So wurde vor einigen Jahren in einem Kinderschlaflabor festgestellt, dass bei der Kokos-Matratze lediglich 20 Prozent des Kohlendioxids diffundierten – mit Abstand das schlechteste Ergebnis. Auch die Gefahr eines Wärmestaus war hier deutlich erhöht. Von einem Kauf einer solchen Matratze solltest du also absehen.

Eine Matratze aus Vlies lässt etwa die Hälfte des ausgeatmeten Kohlendioxids durch und ist damit durchaus atmungsaktiv. Ihr Kern besteht häufig aus Polyester-Vlies.
Bei Naturkautschuk-Latex handelt es sich um ein sehr elastisches Material. Lufteinschlüsse sollen für eine gute Belüftung sorgen während der Kern fest und federnd zugleich ist.
Auch Matratzen aus Polyetherschaum sind für dein Baby geeignet. Sie sind in der Regel etwas preisgünstiger, überzeugen aber durchaus bei den Anforderungen und Liegeeigenschaften.

Für welche Baby Matratze du dich auch entscheidest, wichtig sind die folgenden Punkte. Sie sollte auf jeden Fall Schadstoff geprüft sein. Gerade Matratzen aus Latex können Krebs erregende Stoffe enthalten (sie entstehen vor allem beim Vulkanisieren). Kokosmodelle sind zwar aus Naturfasern, können aber Rückstände von Pestiziden (Pflanzenschutzmitteln) aufweisen. Auch bei bunten Bezügen ist Vorsicht geboten: Sie könnten Aufheller, chlorierte Kunststoffe oder Dispersionsfarben enthalten.

Am wichtigsten jedoch ist die Luftdurchlässigkeit, so dass eine Kohlendioxid-Rückatmung deutlich gemindert und ein Wärmestau vermieden werden kann. Bei den klinischen Tests haben übrigens Matratzen mit einer Wabenstruktur am besten abgeschnitten. Sie ließen mehr als 90 Prozent des Kohlendioxids entweichen.

Aber auch die Beweglichkeit deines Babys spielt eine Rolle. Da es sich zunächst nur wenig bewegen kann, sollte die Matratze stabil, aber gleichzeitig auch elastisch sein, um deinem Baby den nötigen Halt zu geben. Auch hier ist der goldene Mittelweg der beste. Die Babymatratze sollte nicht zu hart und nicht zu weich sein. Konkret gesagt: Dein Baby sollte nicht mehr als etwa zwei Zentimeter einsinken. Diverse Hersteller bieten bereits Matratzen mit einem Zweiseiten-Effekt an. Für die erste Zeit gibt es eine weichere Seite. Dreht man die Matratze jedoch um, sobald sich das Baby mehr bewegen kann, kommt eine härtere Schicht zum Einsatz. Allerdings hat Stiftung Warentest vor einigen Jahren darauf hingewiesen, dass sich das Gewicht des Kindes stets gleich verteilt und eine solche Unterscheidung nicht nötig sei. Was aber Sinn macht, ist eine trittfeste Kante. Diese kommt dann sinnvoll zum Einsatz, wenn das Baby stehen kann und nicht mit den Füßen zwischen die Gitterstäbe rutschen soll.

Abwaschbar?

Wirklich praktisch sind Matratzen, die abwaschbar sind. Manche Babys neigen zum Spucken, bei anderen „läuft“ gelegentlich die Windel aus. Waschbare Bezüge halten häufig auch schon das Gröbste auf.
Hat mindestens ein Elternteil eine Allergie, so ist das Kind häufig besonders empfindlich. Aber auch hier hat die Industrie reagiert und bietet Matratzen mit besonderen Eigenschaften an. In erster Linie sorgen spezielle Bezüge für eine Minimierung von Hausstaubmilben, Schimmel und Bakterien. Was Schad- und Duftstoffe anbelangt, sollte beim Kauf auf den Hinweis „Für Allergiker geeignet“ oder das „Testsiegel für textiles Vertrauen“ geachtet werden.

Preise vergleichen & Babymatratze Testsieger?

So groß wie das Angebot ist, sind auch die Preisunterschiede. Aber vorweg erst einmal die gute Nachricht: Alle bei Stiftung Warentest getesteten Baby- und Kleinkindermatratzen haben unabhängig vom Material bei den Liegeeigenschaften überzeugt. Zwar konnte die Note gut nur knapp erreicht werden, aber alle lagen im befriedigenden Bereich. Perfekt ist also keine, aber dein Baby wird gut gestützt, die Matratzen blieben im Test auch nach längerer Zeit elastisch und stabil. Die Preise lagen im Test zwischen 35,- Euro und 185,- Euro. Ein Vergleich lohnt sich also auf jeden Fall. Gängige Größen für Babymatratzen sind 60 x 120, 70 x 140 und 50 x 100 – je nach Größe des Säuglings.

Babys Schlaf fördern

Babys müssen den Unterschied zwischen Tag und Nacht erst noch lernen. Nachts solltest du deshalb beim Wickeln und Füttern auf eine ruhige Atmosphäre achten. Benutze nur ein kleines Licht und rede leise mit deinem Baby. Auch bestimmte Rituale, zum Beispiel ein ausgiebiges Kuscheln, wenn der Schlafanzug angezogen wurde, ein kleines Lied oder ein Reim unterstützen den Lernprozess. Und je mehr Zuwendung dein Baby am Tag bekommen hat, je ruhiger schläft es nachts.

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