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Kinderwagen Marken

Kinderwagen: Wenn die Wahl zur Qual wird…

Wenn Du Dich bereits aktiv auf dem Kinderwagenmarkt umgesehen hast, hast Du bestimmt auch schon die Erfahrung gemacht: es gibt heute eine schier unübersichtliche Anzahl verschiedener Kinderwagenmodelle unterschiedlicher Hersteller aus aller Herren Länder. Wie auf dem Automarkt lässt sich für jeden Stil und jede Gelegenheit das passende Gefährt in der passenden Farbe finden. Die einen sind hippe, wendige Stadtflitzer, andere auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zugeschnitten und wieder andere Modelle werben mit robuster Wald- und Wiesentauglichkeit. Wie sollst Du da den richtigen für Dich und Dein Baby herausfinden? Die gute Nachricht ist: ein paar Orientierungshilfen gibt es!

Kinderwagen Marken

Der Einsatzbereich

Viele Kinderwagenhersteller bieten eine breite Palette von Modellen an, die auf unterschiedliche Einsatzbereiche zugeschnitten sind. Als erstes solltest Du Dir daher überlegen, wie Dein Alltag aussieht bzw. mit Deinem Baby zusammen aussehen wird. Lebst Du in der Stadt und kannst gut einen wendigen, kleinen Flitzer gebrauchen? Betreibst Du gerne Laufsport und willst oder musst Deinen Schatz dafür mitnehmen, um Deinen Lieblingssport weiter betreiben zu können? Nutzt Du häufig öffentliche Verkehrsmittel? Oder ist der Transport von Kind und Kegel aufgrund des großen Kombis in der Garage keine Frage? Sind Deine Spazierwege in den kommenden Monaten eher die Wald- und Wiesenpfade hinter dem Haus auf dem Lande?

Einige Hersteller, wie z. B. Quinny oder Chicco, scheiden bei der Suche nach einem robusten Allrounder aus, da sich in ihrem Sortiment eher Stadtflitzer finden. Ein guter Allrounder ist vierrädrig, gut gefedert und mit einem stabilen Gestell versehen. Manche Hartan und Teutonia-Modelle, die dem entsprechen, erweisen sich im Praxistest bei Zugfahrten als echte Herausforderung, weil ihre stabile Bauweise sich im Gewicht niederschlägt und ihre Spurbreiten mit den schmalen Gängen der modernen ICEs nicht kompatibel sind. Musst Du häufiger mit Deinem Baby öffentliche Verkehrsmittel benutzen? Dann sind leichte, schmale Kinderwagen, wie die von Quinny, Bugaboo und Chicco bzw. die entsprechenden Stadtmodelle von Emmaljunga, Teutonia und Hartan von Vorteil. Als Sportlerin solltest Du ausprobieren, welches der angebotenen Modelle sich auch mit einer Hand sicher schieben lässt und das richtige Verhältnis von Stabilität, Kinderkomfort und Leichtigkeit für z. B. längere Laufstrecken in sich vereint.

Der Preis

Der Preisunterschied der verschiedenen Kinderwagen umfasst mehrere hundert Euro. Einfachste, qualitativ eher fragwürdige Modelle gibt es bereits unter 100 Euro. Preise für einen qualitativ akzeptablen fahrbaren Untersatz für den Nachwuchs starten bei ca. 200 Euro. Ein sinnvoll ausgestatteter Kinderneuwagen, der sich vom ersten Tag bis ca. dritten Lebensjahr Deines Kindes verwenden lässt, kostet durchschnittlich etwa 400-900 Euro. Soll es doch lieber der Allrounder im passenden Look zu Deinem ganz persönlichen Stil sein, kann der Preis für die Kinderkarosse leicht über die Tausendermarke klettern. Dein persönliches Budget wird hier fraglos ein Entscheidungskriterium darstellen.

Dein Stil

Nicht jeder ist mit dem klassischen blauen, beigen oder braunen Allround-Modell, das man häufig in ländlicher Gegend findet, glücklich. Für die städtische Umgebung gibt es zum Glück ein wirklich großes Sortiment an farbenfrohen oder besonders stylisch angefertigten Kinderwagen. Emmaljunga, Quinny und Bugaboo bieten beispielsweise ein sehr ansehnliches und modernes Design, das in den meisten Fällen allerdings auch seinen Preis hat. Hartan hat LED-beleuchtete Kinderwagenmodelle für höchsten Sicherheitskomfort im winterlichen Straßenverkehr im Programm. Teutonia erfüllt mit seinem „Made for you“-Konzept individuelle Kundenwünsche bei der farblichen Gestaltung des ausgewählten Kinderwagenmodells.

Modelle und Ausstattung

Zu den bereits genannten Herstellern von Kinderwagen gehören u. a. auch Chicco, Hauck, Gesslein, ABC und Baby Welt. In ihrem Portfolio findest Du in der Regel Kinderwagen, die sich durch ihr Baukastensystem vom ersten Lebenstag Deines Babys bis zum Ende des dritten Lebensjahres nutzen lassen. Je nach Hersteller werden Modelle angeboten, die alle notwendigen Bauteile im Set anbieten, während andere Modelle für ältere Kleinkinder gedacht sind, sich aber durch Zukauf von passenden Babyschalen oder Babytaschen ergänzen lassen. Schau Dir neben der Babytasche auch immer die Sitzvariante jedes Modells an. Manche sind mit zu kurzen oder nicht verstellbaren Fußhalterungen ausgestattet, so dass Dein Zweijähriger später vielleicht die Knie anwinkeln muss. Andere haben Sitzflächen, die zu lang sind, so dass Dein Kind später nicht richtig bequem darin sitzen kann. Manche Hersteller bieten Sitzverkleinerungen für ihre Wagen an, um eine optimale Sitzposition in jedem Alter anbieten zu können.

Die verschiedenen Hersteller versuchen, sich durch bestimmte Extras von den übrigen abzusetzen. So bietet Bugaboo besonders gut durchdachte, stabile Leichtbauwagen an, die in leuchtenden Farben durch ihr klares Design bestechen. Emmaljunga bietet mit allen Modellen auf Grundlage modernster Erkenntnisse hohen Komfort für Dein Baby unter Beibehaltung klassischer und eleganter Kinderwagendesigns. Beide haben, wie auch Teutonia und Hartan, Geschwister- bzw. Zwillingswagen im Programm. Bei Bugaboo kann der zweite Platz auch zum Einkaufswagen umgebaut werden. Quinnys Produktpalette überzeugt durch wendige Stadtmodelle. Teutonia und Hartan haben neben eleganten Stadtwagen auch starke Geländegänger im Programm, wobei alle umfassenden Komfort für Dich und Dein Baby bieten.

Kinderwagen Marken und Modelle

Teutonia wirbt zudem mit einer verlängerten Garantiezeit, um die Stabilität und Haltbarkeit ihrer Kinderwagen damit zu unterstreichen. Gesslein bietet pfiffige, schöne Designs bei den Bezügen. Chicco hebt sich durch besonders günstige Preise von den übrigen ab. Alle bieten zu ihren Modellen ein mehr oder weniger umfassendes Zubehör an. Manche Hersteller, wie z. B. Teutonia und Emmaljunga, bieten darüber hinaus neben den üblichen Kinderwagen auch Adapter für Babyschalen anderer Hersteller für ihre Kinderwagengestelle sowie Autositzhalterungen und Adapter für Babyschalen an.

Qualität hat ihren Preis

Einige Firmen werben stolz mit ihren Produktionsstätten in Europa, wie Teutonia, Hartan und Emmaljunga. Andere machen dazu keine Angaben. Viele Modelle, besonders die günstigeren, werden heute in Asien produziert. Besonders die europäischen Hersteller verweisen in ihrer Werbung auf ihr Qualitätsbewusstsein und daraus abgeleitete, strenge Qualitätssicherheitsleitlinien, auf ihr Verantwortungsbewusstsein gegenüber Deinem Kind sowie der deshalb strengen Schadstoffprüfung ihrer Materialien. Einige behaupten von sich, sogar weit über die geforderten Anforderungen hinaus zu prüfen.

Du denkst nun vielleicht, mit einem Kinderwagen von einem dieser Hersteller mit ihrem hohen Qualitätsanspruch kannst Du nichts falsch machen. Leider zeigen Tests unabhängiger Institute immer wieder, dass das nicht ganz richtig ist.

Ernüchternde Tests

Verschiedene Modelle und Hersteller werden in unregelmäßigen Abständen immer wieder von unabhängigen Institutionen auf Sicherheit, Haltbarkeit, Handhabung und Schadstoffe überprüft. Für die Kriterien Haltbarkeit, Sicherheit und Handhabung ergeben sich da für die Kinderwagen des mittleren bis oberen Preissegments aus europäischen Produktionsstätten immer wieder Bestnoten. Doch leider haben die Tests in der Vergangenheit für alle geprüften Modelle wiederholt erhöhte Schadstoffkonzentrationen in den unterschiedlichen Bauteilen bewiesen. Du magst für Dich selber nicht so empfindlich sein, wenn es um potentiell schädliche Stoffe in den Handgriffen oder den Etiketten des Wagens geht. Bei der Babytasche und anderen Teilen, die direkt mit Deinem Kind in Berührung kommen, wirst Du das sicherlich anders einschätzen. Es lohnt sich auf jeden Fall, vor dem Kauf bei Ökotest, Stiftung Warentest oder vergleichbaren Instituten anderer Länder nachzusehen, wie die jüngsten Testergebnisse für verschiedene Hersteller ausfallen. Es kann Dir zumindest eine Hilfe bei der Kaufentscheidung sein, zu wissen, welches Modell oder welcher Hersteller wegen der Verwendung gefährlicher Schadstoffe schon einmal aus Kreis der engeren Wahl fällt.

So ist der Test des Ökotest-Instituts von September 2011 in weiten Teilen ernüchternd und zeigt, dass viele Kinderwagen-Hersteller nach wie vor Bezüge, Etiketten oder Handgriffe einsetzen, in denen mehr oder weniger giftige, teils sogar krebserregende Stoffe enthalten sind. Von zehn getesteten Kinderwagen sind drei gerade mal befriedigend, vier als ausreichend und weitere drei als ungenügend eingestuft worden. Neun fielen wegen zu hoher Schadstoffwerte in verschiedenen Bauteilen auf.

Die drei in Handhabung und Sicherheit als sehr gut, wegen der Schadstoffbelastung aber insgesamt nur als befriedigend eingestuften Testsieger stammen von

  • – Emmaljunga (Modell „Mondial Duo Combi“)
  • – Hartan (Modell „Topline X“)
  • – Teutonia (Modell „Mistral S“)

Sie konnten bei Verarbeitung, Komfort und Stabilität punkten und wiesen bei einem geringeren Schadstoffcocktail ein vertretbares Preisleistungsverhältnis auf. Sieht man sich die Qualitätsversprechen der Werbebroschüren dieser europäischen Hersteller an, passen Schadstoffe in keiner Weise zum behaupteten Anspruch. Bugaboo und Chicco landeten mit dem geprüften Hauck-Modell, bei dem ein Krebs erregender Stoff außerhalb der Grenzwerte festgestellt wurde, aufgrund technischer Mängel auf den letzten drei Testrängen. Einige der Hersteller haben Ökotest gegenüber Nachbesserungen zugesagt, die man in den 2012-Modellen jetzt erwarten können sollte. Leider sind die neuen Modelle noch keinem vergleichbaren Test unterzogen worden.

Ökotest bestätigt trauriger Weise damit nur den jüngsten Test der Stiftung Warentest aus 2009: von 14 Kinderwagen wurden damals 10 als mangelhaft eingestuft! Die besten drei Modelle, die von Bugaboo, Teutonia und Zekiwa hergestellt wurden, waren in allen Bereichen (Gestaltung, Handhabung, Sicherheit, Haltbarkeit und Schadstoffe) durchgehend nur befriedigend. Die übrigen wurden trotz der teils guten bis sehr guten Noten in Handhabung, Sicherheit und Haltbarkeit aufgrund der hohen Schadstoffbelastung deutlich abgewertet.

Zusammenfassung

Die Auswahl an Kinderwagen ist riesig. Es lohnt sich, genau darüber nachzudenken, was Du im Alltag für Dich brauchst und Dir für Dein Baby wünschst, bevor Du Dich aufmachst, um im Fachgeschäft die Modelle anzuschauen. Mit einer Liste Deiner persönlichen Anforderungen an den Kinderwagen Deines Babys wird Dir eine gute Verkäuferin leicht eine Reihe passender Wagen zeigen können. Ziehst Du darüber hinaus Testergebnisse unabhängiger Institute zu Rate, fällt das eine oder andere Modell vielleicht schon wegen schlechter Ergebnisse aus der engeren Wahl. Die Modellauswahl wird so überschaubar. Schließlich werden bei der Kaufentscheidung Dein Geldbeutel und Dein Stil entscheidend sein.


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