Milchpulver kaufen – Was beachten?

Du hast Dich entschieden, Dein Baby mit Milchpuler und Flasche zu füttern und möchtest wissen welches Milchpulver zu kaufen ist?

Dann solltest Du nun eine möglichst optimale Milchnahrung für die Bedürfnisse Deines Säuglings aus dem breiten Angebot der Hersteller herausfinden.

Wichtige Tipps zur Flaschenfütterung mit Milchpulver findest Du hier in diesem Artikel.

Milchpulver

Stillen oder Milchpulver?

Die Wissenschaft ist sich einig, dass Muttermilch die beste Nahrung für Deinen Säugling darstellt. Vor allem in den ersten sechs Lebensmonaten des Babys gilt das Stillen als dringend empfehlenswert und förderlich für die Gesundheit des Kinds.
Jedoch gibt es viele gute Gründe, weshalb Du Dich gegen das Stillen und für die Fütterung mit Milchpulver entschieden hast. So haben nicht alle Frauen ausreichend Milch, um ihr Baby oder ihre Zwillinge zu stillen – eine Zufütterung von hochwertiger Milchnahrung ist für dieses Problem die optimale Lösung und ergänzt die Muttermilch hervorragend. Andere Frauen möchten aus persönlichen Gründen nicht stillen oder müssen eine Dauermedikation einnehmen und dürfen daher nicht stillen. Vielleicht ist Dein Baby auch (noch) zu schwach, um an der Brust zu trinken oder hat eine seltene Muttermilchunverträglichkeit – die Gründe, nicht zu stillen, sind vielfältig.
Doch ganz gleich, weshalb Du Dich für die Flaschenfütterung mit Milchpulver entscheidest – Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben. Auch durch das Milchpulver erhält Dein Baby alle wichtigen Nährstoffe und Du kannst mit Deinem Säugling genauso intensiv und gut kuscheln, wenn Du ihm die Flasche gibst.

Milchpulver ist gut für Dein Baby

Milchpulver versorgt Dein Baby mit allen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Spurenelementen, die es für eine gesunde Entwicklung benötigt. Für die Herstellung von Babynahrung gelten sehr strenge gesetzliche Richtlinien, so dass Du Dir sicher sein kannst, dass Dein Baby auch mit einer hochwertigen Milchnahrung optimal versorgt ist. Keinesfalls solltest Du zur Fütterung Deines Babys auf Kuhmilch zurückgreifen, da sie die Bedürfnisse Deines Babys nicht deckt und im ersten Lebensjahr zu Unverträglichkeiten führen kann.

Wo kannst Du das Milchpulver kaufen?

Die Auswahl an Milchpulversorten verschiedener Markenhersteller ist vielfältig. Üblicherweise wirst Du das Milchpulver für Dein Baby in einem Drogerie- oder Supermarkt kaufen. Auch einige Apotheken führen Milchnahrung, jedoch ist sie dort meist etwas teurer. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus solltest Du die Nahrung, die Dein neugeborenes Baby im Krankenhaus erhalten hat, weiterfüttern. Eine Umstellung belastet den noch jungen, unreifen Darm und sollte daher in Absprache mit dem Kinderarzt oder der Hebamme in langsamen Schritten erfolgen.

Die verschiedenen Sorten: Pre, 1er Nahrung und Folgemilch

Dein Baby sollte solange wie möglich mit Pre-Nahrung gefüttert werden, da diese der Muttermilch am ähnlichsten ist. Wie Muttermilch auch enthält die Anfangsnahrung Pre nur eine Zuckerart – den Milchzucker. Mit der leicht verdaulichen Pre-Nahrung kannst Du Dein Baby nicht überfuttern, sondern wie beim Stillen auch die Fläschchen nach Bedarf des Babys geben.
Anfangsnahrung der Kategorie 1 – auch Dauernahrung genannt – enthält neben Milchzucker auch noch Stärke, was viele Babys schlechter verdauen können. Außerdem musst Du bei der sogenannten “1er Nahrung” genauer darauf achten, wie viel Dein Baby davon trinkt und kannst nicht nach Bedarf füttern. Kinderärzte raten daher häufig dazu, so lange wie möglich Pre-Nahrung zu füttern, im Optimalfall die gesamte Flaschenzeit.

Folgenahrung beginnt ab der Bezeichnung 2 und eignet sich erst für Babys ab etwa sechs Monaten. Sie ähnelt der Muttermilch nicht mehr und muss laut Expertenmeinung im ersten Lebensjahr nicht unbedingt verfüttert werden. Sie enthält mehr Eisen und andere Zuckerarten als die Anfangsnahrungen und ist häufig durch ein geschmackliches Aroma wie Vanille verfeinert.

HA, LCP probiotisch und prebiotisch – was bedeutet das?

Der Zusatz HA steht für hypoallergene Nahrung, was bedeutet, dass die Eiweiße im Milchpulver so aufgeschlüsselt sind, dass das Risiko für die Entstehung von Allergien gesenkt werden soll. Wenn Du oder Dein Partner also an Allergien leiden, sollte Euer Baby in jedem Fall eine hypoallergene Nahrung bekommen.
Unter dem Kürzel LCP oder LC-Pufa fasst man der Milchnahrung zugesetzte, mehrfach ungesättigte Fettsäuren zusammen, die sich positiv auf die Gehirnentwicklung Deines Babys auswirken und auch in der Muttermilch enthalten sind. Prebiotische Kohlenhydrate sollen für eine gute Darmgesundheit Deines Babys sorgen und ähneln ebenfalls der Muttermilch. Auch probiotische Nahrung sorgt für eine gute Darmflora Deines Kindes und soll es so vor Magen-Darm-Infekten schützen. Um die bestmögliche Vorsorge für die Gesundheit Deines Kindes zu betreiben, ist es empfehlenswert, eine Anfangsnahrung mit LCP, Probiotik und Prebiotik zu füttern.

Praktische Tipps für die Zubereitung des Fläschchens mit Milchpulver

Bei der Zubereitung der Milchflaschen solltest Du Dich genau an die Herstellerangaben auf der Packung halten und nur abgekochtes Wasser oder Babywasser verwenden. Dem Milchpulver liegt ein passender Dosierlöffel bei, den Du unbedingt verwenden solltest. Vor allem in der Nacht ist ein Milchpulverportionierer empfehlenswert, den Du jeden Tag neu mit Milchpulver befüllst. Bei der Flaschenzubereitung füllst Du das abgemessene Milchpulver in die Flasche und fügst das Wasser hinzu.
Mit Hilfe einer kleinen Thermoskanne, in der Du warmes abgekochtes Wasser aufbewahren kannst, sind die Flaschen besonders rasch zubereitet. Indem Du das warme abgekochte Wasser aus der Thermoskanne mit abgekühltem abgekochten Wasser mischst, erhältst Du die passende Trinktemperatur für Dein Baby. Allerdings sollte die Milchnahrung höchstens mit 50 Grad warmem Wasser in Berührung kommen, um keine wichtigen Bestandteile zu zerstören. Du kannst Dir die Utensilien beispielsweise auf Deinen Nachtisch stellen, so dass Du zur Fläschchenzubereitung nicht aufstehen brauchst.

Milchpulver Haltbarkeit

Milchpulver muss immer frisch zubereitet sein und sollte sofort verfüttert werden. Länger als eine Stunde solltest Du die zubereitete Milchflasche nicht aufbewahren und auf keinen Fall darf sei ein zweites Mal erwärmt werden. In der Milch können sich gefährliche Bakterien rasch vermehren, was zu heftigen Magen-Darm-Reaktionen bei Deinem Baby führen kann. Bereite deshalb die Milchflaschen für Dein Baby immer frisch zu.

Abstand der Mahlzeiten

Leider hält sich der Mythos, dass Babys durch die Fütterung von Anfangsnahrung 1 länger schlafen hartnäckig. Es ist jedoch völlig normal, dass Säuglinge – vor allem wenn sie wachsen oder neue Fertigkeiten erlernen – alle 1-3 Stunden eine Milchfalsche trinken möchten. Selbst wenn Dein Baby eine Zeit lang sehr große Mengen der muttermilchähnlichen Pre-Nahrung zu sich nimmt, ist eine Umstellung auf 1er-Nahrung meist nicht erforderlich. Auch das nächtliche Durchschlafen Deines Babys hängt nicht vom Milchpulver, das Du verfütterst, ab, sondern von der Gehirnreife Deines Babys. Erst wenn das Gehirn Deines Babys den entsprechenden Entwicklungsschritt gemacht hat, wird es in der Nacht durchschlafen können.

Die Wahl der passenden Fläschchen und Sauger

Für die Fütterung Deines Babys mit Milchpulver benötigst Du Fläschchen. Du kannst diese aus Kunststoff oder aus Glas kaufen. Bei Kunststoffflaschen solltest Du aus gesundheitlichen Gründen darauf achten, dass diese BPA-frei (also Bishphenol A-frei) sind. Glasflaschen haben den entscheidenden Vorteil, dass Du sie in der Spülmaschine reinigen kannst, Kunststoffflaschen solltest Du abspülen. Unabhängig davon, für welche Flaschen Du Dich entscheidest, müssen diese mindestens die ersten sechs Monate im Vaporisator sterilisiert oder im Topf ausgekocht werden.

Ob Dein Baby Silikon- oder Latexsauger bevorzugt, ist von seinem persönlichen Geschmack abhängig und schwer vorherzusagen. Ebenso verhält es sich mit den zahlreichen unterschiedlichen Saugerformen, die im Handel erhältlich ist. Vermutlich musst Du einige Sorten probieren, bis Du die optimale Saugerform gefunden hast. Anfangs ist es empfehlenswert, die Flaschen aus dem Krankenhaus weiterzuverwenden, weil Dein Baby sich an diese bereits gewöhnt hat. Oftmals geben die Entbindungsstationen im Krankenhaus den Eltern auch Fläschchen für Zuhause mit.
Bitte denke daran, Sauger und Flaschen alle 3-6 Monate auszutauschen, da diese sonst einen Nährboden für Keime bieten können.

Für die Fläschchenzeit Deines Babys benötigst Du also:

  • Mindestens sechs Babyfläschchen mit Sauger Deiner Wahl.
  • Ein hochwertiges Milchpulver Deiner Wahl; ein passender Dosierlöffel liegt der Packung bei.
  • Eine Flaschenbürste sowie Spülmittel zur Reinigung der Fläschchen.
  • Einen Vaporisator, um in den ersten sechs Monaten die Fläschchen zu sterilisieren.
  • Eine Thermoskanne, um das abgekochte Wasser warm aufzubewahren.
  • Einen Milchpulver Portionierer, mit Hilfe dessen Du das Milchpulver abgemessen aufbewahren kannst. Vor allem in der Nacht sehr hilfreich!

In jedem Fall solltest Du Dein Baby nur mit gekauftem Milchpulver füttern. Die eigenhändige Zubereitung von Milchnahrung für Dein Baby ist nicht empfehlenswert.





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